Herzlich willkommen

beim Freundeskreis zur Förderung der Patenschaft Ansbach-Jägerndorf e.V.



Aktuelles

Hier finden Sie alle Neuigkeiten zur Partnerschaft Ansbach-Jägerndorf.

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Totengedenken zum Jägerndorfer Gedenktag am 1. Juli 2016

Der große schlesische Dichter Josef Freiherr von Eichendorff sagt:

„Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus, flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus“.

Mit einer Kranznierlegung haben die Mitglieder des Freundeskreises zur Förderung der Patenschaft Ansbach-Jägerndorf der Opfer von Krieg und Vertreibung gedacht. Mit eingeschlossen in das Gedenken sollen auch die Toten sein, die auf den aufgelassenen und teilweise geschändeten Friedhöfen in der Heimat im Sudetenland liegen. Der Jägerndorfer Elends-Hungermarsch in Form der wilden Aussiedlung Deutscher verlief in zwei Wellen und spielte sich unmittelbar in der Woche vom 22. bis 28. Juni 1945 ab, also bevor die siegreichen Großmächte auf der Potsdamer Konferenz ihre Verhandlungen über das weitere Schicksal der Sudetendeutschen begonnen hatten. In Jägerdorf ließ man sie einige Stunden angetreten im Regen stehen, bevor die etwa 3000 sich auf den Weg begaben. Zu Fuß ging die Strecke 120 km über das Altvatergebirge nach Grulich und dann wurden sie mit der Bahn in die sowjetische Besatzungszone gebracht. Zehn Prozent von ihnen überlebten den Hungermarsch nicht. Sie wurden erschossen oder erlagen Krankheiten, Verletzungen, Hunger, Erschöpfung, Kälte und Misshandlungen durch tschechische Aufseher. Worte des Gedenkens sprachen 1. Bürgermeister Thomas Deffner. Er machte in seiner Ansprache auf dem Waldfriedhof beim Jägerndorfer Gedenkstein deutlich, dass der Charakter einer Nation im Umgang mit ihren Toten deutlich werde. Die Toten seien eine beständige Mahnung, gegen alles Unrecht, Krieg und Vertreibung einzutreten. Deffner machte deutlich, dass der häufig geforderte Schlussstrich unter die Debatten um den Nationalsozialismus der falsche Weg wäre. Ein Schlussstrich hieße auch, die guten Seiten der deutschen Geschichte zu tilgen.



 
 

Von der Jahresmitgliederversammlung am 1. Juli 2016

Herr 1. Bürgermeister Thomas Deffner richtete ein Grußwort der Stadt Ansbach an die Versammlung. Er betont die gute Zusammenarbeit des Freundeskreises mit der Stadt Ansbach.

Der Verein Freundeskreis zur Förderung der Patenschaft Ansbach-Jägerndorf e.V. steht auch in den kommenden vier Jahren unter der Führung von Diether Ertel. Die Mitglieder haben ihn einstimmig wiedergewählt. Im Amt bestätigt wurde auch die stellvertretende Vorsitzende Ute Schlieker, weitere Vorsitzende Walter Titze, Rüdiger Hein, kooptiertes Mitglied Rudolf Dengler und Rechtsbeistand Hannelore Titze.

Der Freundeskreis belebte nach seiner Gründung im Jahr 1985 die Patenschaft neu. Mit regelmäßigen Treffen der ehemaligen Bewohner von Stadt und Kreis Jägerndorf, mit den Jägerndorfer Heimatstuben im Hof des Ansbacher Rathauses und dem Jägerndorfer Heimatarchiv im Ansbacher Stadtarchiv werde versucht, die Erinnerung an die alte Heimat wachzuhalten. Auch immer mehr Ansbacher würden sich für die Geschichte Jägerndorfs interessieren. Die Stadt Ansbach, so lobte Ertel, sei sehr bemüht, die Sammlungen in den Heimatstuben optimal zu präsentieren. Vielleicht, so seine Hoffnung, bringe der Umbau des Rathauskomplexes auch zusätzliche Räumlichkeiten für die Heimatstuben.

Diether Ertel teilt mit, dass der Freundeskreis Ansbacher Aktivitäten unterstützt:

  • Teilnahme an der Messe KONTAKTA am 11. September 2016 "Ansbach weltweit"
  • Teilnahme an der "Grüne Nacht in Ansbach" am 10. September 2016
  • Ausstellung und Vorführung der Klöpplerinnen in den Jägerndorfer Heimatstuben beim Ansbacher Weihnachtsmarkt vom 24. November bis 23. Dezember 2016
  • Auch beim Sudetendeutschen Tag 2016 war der Freundeskreis vertreten.

Der Freundeskreis erhielt 2015 bis heute wieder wertvolle Einsendungen für Heimatstuben und Archiv. Die Versammlung nahm den Tätigkeits- und Finanzbericht wohlwollend zur Kenntnis. Die Arbeit soll weiter wie bewährt fortgesetzt werden. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig.



 
 

Einladung

zur Teilnahme beim Großen Festzug

am Sonntag, 10. Juli 2016 in Ansbach, Beginn 13 Uhr

Der Große Festzug hat in Ansbach eine lange Tradition. Schon am 21. Juli 1895 fand anlässlich der „Feier der 25-jährigen Wiederkehr Deutschlands großer Zeit“ (Schlacht bei Sedan 1870) ein Kostümfestzug statt. Initiiert wurde dieses Ereignis durch den „Verein zur Hebung des Fremdenverkehrs“. 

Alle vier Jahre findet der Große Festzug statt, der für die Stadt und die Region zu einem der Höhepunkte im Veranstaltungsreigen geworden ist. Zu diesem folkloristischen Ereignis werden wir vom Freundeskreis Ansbach-Jägerndorf e.V. im Rahmen mit den Gruppen der Landsmannschaften und Heimatgruppen mit einer Abordnung, dem Transparent der zwei Stadtwappen und der Jägerndorfer Fürstenfahne, wie vor vier Jahren teilnehmen.



 
 


Neuzugänge in den Jägerndorfer Heimatsammlungen 2015

Einsender - Namen, Heimatort / Wohnort, bei wichtigen Einsendungen Inhaltsangaben

  • Franz Kuhn, Braunsdorf/Nürnberg 1 E.S. Engelsberg Leben und Werk, Heimatj. Ostsudeten 4
  • Franz Kuhn, Braunsdorf/Nürnberg 1 Rieger Orgelbau, 2 Heimatjahrbuch Ostsudeten Band 3,4
  • Veronika Gleinecke, Bad Schönbern 28 Ansichtskarten Jägerndorf/Altvater 1Treuekundgebung
  • Franz Kuhn, Braunsdorf/Nürnberg 1 Kartographie Nord-Ostdeutschland-Schlesien v.1731
  • Franz Kuhn, Braunsdorf/Nürnberg 1 Kartographie Mähren-Prerau-Schlesien v. 1700
  • Franz Kuhn, Braunsdorf/Nürnberg, 8 alte Ansichtskarten Altvatergebirge, 1 Stadttore Jägerndorf
  • Hildegard Spreitenhofer, OÖ Perg. 2 Org. Radierungen Jägerndorf Minoritenkirche, St. Martin
  • Franz Kuhn, Braunsdorf/Nürnberg 1Karth. Darstellung Mähren 1793, 125 Jahre Fa. Grohmann
  • Ilse Pfitzner, Jägerndorf/Kulmbach 4 Aquarelle Jägerndorf, 1 Aquarell Röwersdorf
  • Franz Kuhn, Braunsdorf/Nürnberg 5 Bücher diverse Literatur Ostsudeten, 2 Ansichtsk. Rotenberg
  • Franz Kuhn, Braunsdorf/Nürnberg 1 Freiwaldau-Gräfenberg, 1 Das Deutschtum Prags, 3 CD u.a.
  • Franz Kuhn, Jägerndorf/Nürnberg 1 Kartografie Herzogtum Jägerndorf von 1736, 24 Ansichtsk.
  • Franz Plonka, Röwrsdorf/Bischofsreut umfangreiche Einssendung an Sudetenland Büchern
  • Carmen Schütz-Asano, Hotzenplotz/Reimerling Umfangreiche Sammlung Dr. Lothar Schütz
  • Franz Kuhn Braunsdorf/Nürnberg 32 Ansichtskarten Jägerndorf/Freiwaldau/Altvatergebirge
  • Franz Kuhn Braunsdorf/Nürnberg 1 CD Historische Grenzsteine im Altvatergebirge

Die Einsendungen bestehen aus mehreren Einzelstücken oder Kartons.

Wir danken Herzlich,

allen, die uns im vergangenen Jahr gemeinnützige Spenden eingezahlt haben auf unser Konto:

Vereinigte Sparkassen Stadt und Landkreis Ansbach 

IBAN: DE67765500000008559437  BIC: BYLADEM1ANS

In heimatlicher Verbundenheit
Diether Ertel
Peter-Parler-Straße 21, 84478 Waldkraiburg
Telefon 08638/4767, Fax 08638/949458




Zur Erinnerung:
 

Einstimmige Entschließung des Bundestages vom 23.06.1994

„Die Staatsgemeinschaft hat die Aufgabe, den Menschen zu helfen, deren ethnische, rassische, religiöse und kulturelle Zugehörigkeit missbraucht wurde um sie zu vertreiben.

Wer vertrieben wurde,  hat Anspruch auf die Anerkennung seiner Rechte. Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, über die Durchsetzung des Rückkehrrechts in die Heimat hinaus, Möglichkeiten zu prüfen, wie Wiedergutmachung- und Entschädigungsverpflichtungen der Vertreiber geregelt werden können.“

Einstimmige Entschließung des Bundestages vom 28.02.1997

„Jeder Akt von Vertreibung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Terrorisierung und Vertreibung von Gruppen aufgrund ihrer Herkunft, ihres religiösen oder kulturellen Hintergrunds muss international geächtet und sowohl völkerrechtlich wie strafrechtlich geahndet werden.“

Anmerkung zu „misslungener Versuch“
des Schirmherrn sowie des Sprechers


Die SL-Satzungsänderung verstößt gegen zwingende Normen des Völkerrechts, denn die Enteignung und Vertreibung war Völkermord im Sinne der Konvention vom 9.12.1948. Ein Verzicht auf die Rechte der Heimatvertriebenen würde dem nicht Rechnung tragen. Aus der Verletzung zwingender Normen des Völkerrechts ergeben sich für die Betroffenen zumindest ein Anspruch auf Entschädigung und ein solcher auf Rückerwerb sowie Rückkehr ohne Diskriminierung. Im Vorfeld der Osterweiterung von EU und NATO abgeschlossene deutsch-tschechische Erklärung vom 1.1.1997 lässt alle politischen und rechtlichen Fragen offen. Die deutsche und tschechische Seite haben ein politisches, nicht aber ein rechtlich bindendes Dokument zur Grundlage ihrer Beziehungen gemacht.

Das Festhalten der tschechischen Seite an der Gültigkeit der Benes-Dekrete zwingt uns völkerrechtlich zustehende Rechte einzufordern. Schon die Annexion der deutschen Gebiete durch Tschechen im Oktober 1918 war „verbrecherisch“.

Unsere Jägerndorfer Heimatsammlungen in der Patenstadt sind mit Schenkungen von Exponaten, Bildern, Landkarten, Dokumenten, Schriftstücken, Katastern mit Ortsplänen der Einsender eine „Wiederbelebung der Heimat“ mit der einhundertjährigen Geschichte in Personalunion mit der Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach-Jägerndorf. Warum soll der § 3 c Wiedergewinnung der Heimat in der SL-Satzung gestrichen werden.

Posselt , doch ohne Bezug zu dem geraubten Land Schlesien. Daneben EX CSU-EU Abgeordneter, Freimaurer, Paneuropäer. EU-Posselt wurde mit Einreiseverbot nach Russland belegt (Schwarze Liste vom 30.5.2015). Er hat die Vertriebenen in den Ukraine-Russlandkonflikt mit verstrickt. Der drohenden Gefahr nicht bewußt!



Ausstellungsstücke der Hotzenplotzer Spitzenklöpplerinnen wurden in den Jägerndorfer Heimatstuben präsentiert.



 
 

Ansbach-Jägerndorf Stand

Unser Stand Ansbach-Jägerndorf mit der Hotzenplotzer Klöppelschule beim Sudetendeutschen Tag.



 
 

Ehrenurkunde 55 Jahre Patenschaft Ansbach-Jägerndorf

Bei den Jägerndorfer Tagen am 20. Juni 2010 überreicht Diether Ertel an Frau Oberbürgermeisterin Carda Seidel die Ehrenurkunde der Sudetendeutschen Landsmannschaft für die Verdienste der Stadt Ansbach, die in der langen Zeit von 55 Jahren vorbildliche Patenschaftsarbeit geleistet hat.

Der Text lautet:

Für Verdienste um die Sudetendeutsche Volksgruppe wird diese Ehrenurkunde für 55 Jahre Patenschaft über die Angehörigen der Sudetendeutschen Volksgruppe des Heimatkreises Jägerndorf an die Stadt Ansbach verliehen.

Bernd Posselt, MdEP Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe

Der Bundesvorstand der Sudetendeutschen Landsmannschaft dankt den Verantwortlichen, die durch ihren unermüdlichen Einsatz die sudetendeutsche Geschichte lebendig erhalten und mit Leben erfüllen.



 
 

Aufruf an alle Jägerndorfer aus Stadt und Kreis sowie den Nachkommen

Der Verein will das geschichtliche Erbe der deutschen Bevölkerung und der Landschaft der Stadt und des Kreises Jägerndorf in allen Bereichen weiter pflegen. Besuchen und informieren Sie sich in den Jägerndorfer Heimatsammlungen in unserer Patenstadt Ansbach.

Öffnungszeiten finden Sie hier »

Bücher, Berichte, Photographien, Exponate, Gegenstände die Sie abgeben wollen an:
Jägerndorfer Heimatsammlungen/Ansbach
Diether Ertel
Peter-Parler-Straße 21
84478 Waldkraiburg
Telefon: 08638/4767



 
 

Frau Oberbürgermeisterin Carda Seidel zu den Jägerndorfer Heimatsammlungen

Ich möchte deutlich machen, dass die Stadt Ansbach nach wie vor zu der - am 14. Juli 1954 - übernommenen Patenschaft steht und diese versucht zu unterstützen. Die Anfänge des Heimatarchivs und der Heimatstuben gehen auf das erfolgreiche Wirken von Professor Ernst Kober zurück.

Bisher wurden durch Sie, verehrte ehemalige Jägerndorfer, sehr viel Material über Ihre alte Heimat gesammelt und mittelfristig sollen - und da kann ich Sie nur ermuntern und will Sie nach Kräften unterstützen - die Heimatstuben im Rückgebäude des Ansbacher Rathauses zu einem Dokumentationszentrum der Geschichte Jägerndorfs, aber auch der Vertreibung durch die russische und tschechische Regierung nach Kriegsende werden. Bereits jetzt sind zahlreiche Exponate zu sehen, die das Leben in der "Tuchmacherstadt" verdeutlichen. Die Stadt Ansbach unterstützt seit vielen Jahren Ihr Bemühen, die Erinnerung wach zu halten. Im Stadtrchiv am Karlsplatz gibt es Räume, die die schriftlichen Unterlagen beherbergen und der Stadtarchivar betreut auch diese Bestände.

Es freut mich auch sehr, dass Sie verehrter Herr Ertel, eine noch stärkere Zusammenarbeit mit den Landsmannschaften in Ansbach anstreben, um so das Bewusstsein der alten Heimat auch bei den Nachkommen der vertriebenen Landsmannschaften wach zu halten.

Seinen Sie sicher, dass die Jägerndorfer in Ansbach eine zweite Heimat gefunden haben. Und so wie der Freistaat Bayern die Sudetendeutschen als "vierten Stamm" - neben Bayern, Franken und Schwaben - versteht, so versteht auch die Stadt Ansbach die Jägerndorfer als einen nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil ihrer Bevölkerung und als Teil der Stadtgeschichte.



 
 

Patenschafttafel Ansbach-Jägerndorf am Rathaus Ansbach

Die feierliche Enthüllung durch die Oberbürgermeisterin Carda Seidel war am 19. Juni 2009. Die Bronzetafel "Patenschaft Ansbach-Jägerndorf" ist mit dem Ansbacher und Jägerndorfer Wappen verziert und hat folgenden Text:

"Von 1523 bis 1603 waren die Markgrafen von Brandenburg-Ansbach auch die Herzöge des schlesischen Herzogtums Jägerndorf. Eingedenk dessen übernahm die Stadt Ansbach 1954 die Patenschaft für die aus ihrer Heimat vertriebenen Deutschen aus Stadt und Kreis Jägerndorf".

Dr. Ing. Herbert Krause - Jägerndorf/österr. Schlesien-Stiftung



 
 

Unsere Patenschaftsbetreuerin

Ute SCHLIEKER

Leiterin Standtmarketing - Referat Kultur, Tourismus und Partnerschaften

Stadt ANSBACH
Stadthaus - Gotische Halle
Johann-Sebastian-Bach-Platz 1
D - 91522 Ansbach
Telefon: 0049(0)981-51206
Telefax: 0049(0)981-51 1206
Internet: www.ansbach.de

Lieber Herr Ertel, liebe Jägerndorfer,
das gesamte Team vom Amt für Kultur und Touristik dankt Ihnen sehr herzlich für Ihre Unterstützung und für die stets angenehme und konstruktive Zusammenarbeit in diesem Jahr! Gleichzeitig hoffen wir natürlich, dass sich dies im nächsten Jahr genauso fortsetzen lässt.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien für das Jahr 2014 nur das Beste - viel Glück, Erfolg, Zufriedenheit, Gesundheit und eine große Portion Gelassenheit!

Herzliche Grüße aus dem Stadthaus,
Ute Schlieker